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Wasserbetten und Versicherungen
 
Angst vor Einsturz der Decke
gehört ins Reich der Fantasie

 
 
Marburg. - Trotz jahrelanger "Mission" zahlreicher Wasserbettenfachleute lassen sich die Bedenken einfach nicht beseitigen: Wasserbetten laufen aus, überschwemmen Wohnungen und verursachen den Einsturz von Decken - so einige gängige Vorurteile. Was Wasserbetten wirklich anrichten, erfragte Haustex bei einer Versicherung. Jörg Bachmann (45)  ist seit 25 Jahren im Versicherungsgeschäft, fast so lange, wie es in Deutschland Wasserbetten gibt. Und er ist - natürlich – Wasserbettschläfer.
 
Viele Schadensfälle sind es nicht, die bei Jörg Bachmann in den letzten Jahren im Zusammenhang mit Wasserbetten gemeldet wurden. "Maximal zehn Fälle in den vergangenen fünf, sechs Jahren," berichtet der Versicherungskaufmann. Ein Wasserbett werde versicherungstechnisch etwa wie ein Aquarium behandelt, obwohl es wegen der Sicherheitswanne eigentlich weniger auslaufgefährdet ist. Welche Versicherung welche Schäden in punkto Wasserbett abdeckt, zeigt die folgende Übersicht:
 
Hausratversicherung: Die Hausratversicherung tritt für die Folgen eines eventuellen Wasserschadens durch ein Wasserbett ein. "Das heißt, die Matratze selbst ist nicht versichert, wohl aber der Unterbau und der Fußboden." Bachmann empfiehlt, den Besitz bzw. die Anschaffung eines Wasserbettes der Hausratversicherung zu melden. Eine höhere Versicherungsprämie müsse deswegen nicht gezahlt werden. "Ein Wasserbett stellt allgemein kein höheres Risiko dar." Wird ein Wasserbett durch einen Leitungswasserschaden zerstört, greift ebenfalls die Hausratversicherung des Wasserbettbesitzers. Auch bei einem allgemeinen Brandschaden im Haus trete die Hausratversicherung ein. Fälle, in denen etwa die Wasserbettheizung einen Wohnungsbrand ausgelöst habe, kennt Bachmann nicht. Empfehlenswert könne nach Meinung des Versicherungsfachmannes der zusätzliche Abschluß einer Versicherung gegen Überspannung sein. Bei Gewitter und Blitz sei hier neben anderen elektronischen Geräten auch die Wasserbettheizung versichert, die im Schadensfall meist einfach ihren Dienst versagt.
 
Der viel beschriebene aber wohl niemals erfolgte "Deckendurchbruch" bei einem Mieter aufgrund einer Gewichtsbelastung durch sein Wasserbett wäre - im Falle eines Falles - laut Bachmann ein Haftpflichtschaden. "Zunächst müsste dabei aber die Verschuldensfrage geklärt werden," berichtet er. Unter regulären Umständen kann man den Deckeneinsturz getrost ins Reich der Fantasie verweisen:
Jedes Qualitätswasserbett, das vorschriftsmäßig vom Fachhandel montiert wird, hat ein Gewichtsverteilersystem, mit dem die Quadratmeterbelastung bei 150 bis maximal 200 Kilogramm liegt - also geringer ist, als wenn zwei korpulente Menschen auf gleichgroßer Fläche nebeneinanderstehen. Abgesehen davon muss die Decke eines jeden in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Wohnhauses laut den statischen Vorschriften ein Gewicht aushalten können, das etwa dem zweier mittlerer Pkw entspricht. Und auch Altbauten mit Holzbalkendecken sind in den allerwenigsten Fällen ein Grund zur Besorgnis, wenn man bedenkt, wieviel Gewicht in Form von Frucht und Getreide seinerzeit in vielen Fachwerkgebäuden lagerte. Altbauten sind allenfalls ein Anlaß, zu überprüfen, ob die Decke waagerecht ist. Sollte das nicht der Fall sein, sorgt der seriöse Fachhandel bei der Wasserbettmontage für den Ausgleich des Unterbaus.
 
 Die Betriebshaftpflichtversicherung des montierenden Wasserbettfachgeschäftes greift dann, wenn den Mitarbeiter der Firma bei der Montage vor Ort ein Verschulden trifft oder ihm Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann. Passiert hier ein Malheur, beispielsweise wenn durch einen defekten Wasserschlauch beim Befüllvorgang das teure Stäbchenparkett in der Wohnung des Kunden zerstört wird, tritt diese Versicherung ein. 
Für den Fall, dass ein Defekt an einem Wasserbett des Mieters einen Schaden am Gebäude des Vermieters zur Folge haben sollte, greift die Gebäudeversicherung des Vermieters. - Höhere Gewalt.
 
(Jörg Bachmann ist seit 25 Jahren im Versicherungsgeschäft tätig, gelernter Versicherungskaufmann, Generalvertreter und Mitinhaber des Versicherungsbüros Bachmann & Brand in Marburg).
 
Aus: Fachmagazin "Haustex" 05/08
        
 
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